Overblog Folge diesem Blog
Edit post Administration Create my blog
AKTUELL UND COOL

Ein Blog mit aktuellen Neuigkeiten rund um Lifestyle, Medien, Freizeit, Kultur, Reisen und vieles mehr. Außerdem werden neue Produkte und Aktionen vorgestellt und alles was aus meiner Sicht COOL ist.

HAMMER ist KULT: DIE FRAU IN SCHWARZ 2

Veröffentlicht am 27. Januar 2015 von firstalien in Filme

Hammer Filme sin Kult - jedenfalls für mich. Horror-Filme aus den Hammer Studios waren die ersten Grusel-Erfahrungen die ich gemacht habe. Nun kommt ab 19.02.2015 der Film "DIE FRAU IN SCHWARZ 2: ENGEL DES TODES" in die Kinos.
 
2012 wurde die DIE FRAU IN SCHWARZ, die Verfilmung von Susan Hills Schauerroman mit Daniel Radcliffe in der Hauptrolle, zur Gruselkino-Sensation. Nun entwickelte die Bestsellerautorin ein Konzept, das diese Geschichte konsequent und innovativ weiterführt: In DIE FRAU IN SCHWARZ 2: ENGEL DES TODES erreicht der schauerromantische Horror einen neuen Höhepunkt.

 

 

 

 

Regisseur Tom Harper, der sich unter anderem mit „Peaky Blinders – Gangs of Birmingham“ und „Misfits“ einen Namen im englischen Fernsehen machte,  standen dafür aufregende Newcomer wie Phoebe Fox („Die Musketiere“) oder Jeremy Irvine („Gefährten“) zur Verfügung, aber auch erfahrene Darstellerinnen wie Helen McCrory („James Bond 007 – Skyfall“). Das Drehbuch nach Hills Vorlage verfasste Jon Croker („Wüstentänzer – Afshins verbotener Traum von Freiheit“).
 
Die Story:
 
Sie fliehen vor den Schrecken des Zweiten Weltkriegs und landen im Horror: Eine Gruppe von acht Schulkindern, die vor den deutschen Bombenangriffen aus London evakuiert wurde, kommt mit ihrer Direktorin Jean Hogg (Helen McCrory) und der jungen Lehrerin Eve Parkins (Phoebe Fox), in das halb verfallene Dorf Crythin Gifford. Ziel ihrer Reise ist das alte Eel Marsh House auf einer Insel, die nur über den Nine Lives Damm zu erreichen ist. Doch ihre Anwesenheit weckt eine böse Macht, die das von der Welt abgeschnittene Gebäude seit Jahrzehnten heimsucht: Die Frau in Schwarz. Der rächende Geist tritt aus der Dunkelheit hervor, zieht die Bewohner des Hauses immer tiefer in einen Strudel aus Angst und Schrecken und bringt die grausamen Geheimnisse des Ortes zum Vorschein…
 
Im Anschluss nach den Fotos gibt es noch einen ausführlichen Inhalt , Hintergrundberichte und weitere Infos zum Film.
 
 
UK, CAN/ Filmlänge: 98 Min./ Format: 1:2,35
 
 
Mr. Bien says.....Gruselfans sollten sich den Film nicht entgehen lassen. Ich werde es mir mit einer Tüte Popcorn im Kino gemütlich machen. So, Leute die viel über den Film wissen wollen können jetzt weiterlesen.......
 
Mehr Story:
 
London im Zweiten Weltkrieg. Eine Gruppe von acht Schulkindern wird in Begleitung ihrer Direktorin Jean Hogg (Helen McCrory) und der jungen Lehrerin Eve Parkins (Phoebe Fox) aufs Land evakuiert. Unter ihnen befindet sich der traumatisierte Edward (Oaklee Pendergast), dessen Mutter von einer Nazibombe getötet wurde. Auf der Zugfahrt begegnet ihnen Harry Burnstow (Jeremy Irvine), ein Pilot der Royal Air Force, der wie sie in das Dorf Crythin Gifford reist.
 
Die Londoner finden im Eel Marsh House Zuflucht, doch das Domizil, das sie nach Überquerung des Nine Lives Damms erreichen, erweist sich als halb verfallen. Jean und Eve sind vom Zustand ihres neuen Quartiers schockiert. Nach einer unruhigen Nacht voller störender Geräusche und schlechter Träume versuchen die beiden Frauen die Kinder von den schrecklichen Erlebnissen des Krieges abzulenken, in dem sie wieder mit dem Unterricht beginnen. Eve bittet Tom (Jude Wright) und James (Pip Pearce), sich um Edward zu kümmern und mit ihm zu spielen. Doch das Versteckspiel der Jungs endet für Edward mit einer schrecklichen Feststellung: es wohnt noch jemand im Eel Marsh House – die Frau in Schwarz.
 
Edward, der nach dem Verlust seiner Mutter immer noch nicht spricht, malt stattdessen das Erlebte auf. Eve findet die Zeichnungen und stellt ihn zur Rede, sie will wissen was Edward gesehen hat. Aber Edward bleibt stumm. Harry kommt vorbei, um nach Eve und den anderen zu sehen, und die junge Lehrerin erzählt von ihren Bedenken gegenüber dem Eel Marsh House. Im Laufe des Abends hört sie ein weiteres Mal das Geräusch, das schon in der ersten Nacht ihren Schlaf störte – das Geräusch eines Schaukelstuhls. Am nächsten Morgen ist Tom verschwunden. Eve macht sich sofort auf die Suche. Als sie vor dem Haus eine Blutspur findet, rechnet sie mit dem Schlimmsten. Sie folgt der Spur und findet auf dem Damm seinen erfrorenen Körper in Stacheldraht verstrickt. Sie ist außer sich, zumal sie der festen Überzeugung ist, dass die Haupttür des Hauses über Nacht fest verschlossen war. Später entdeckt sie in der Ferne auf einem angrenzenden Grundstück eine in Schwarz gekleidete Frau. Als sie vergeblich versucht, diese einzuholen, gelangt sie auf einen kleinen Friedhof mit den Gräbern von Nathaniel Drablow und Jennet Humfrye.
 
Immer noch zutiefst erschüttert, trifft Eve auf Harry. Ihm gesteht sie ihren Verdacht, dass noch jemand hier lebt. Sie durchsuchen das Haus nach Hinweisen und finden im Keller einen Schlüssel, der neue Geheimnisse zu lösen verspricht. Eve überredet Harry ins Dorf zu fahren um mit Hilfe des Schlüssels ihre Nachforschungen fortzusetzen.
 
Auf der Fahrt über den Damm enthüllt Harry seine tragische Vergangenheit: Auf einer fehlgegangenen Mission verlor er seine ganze Bomber-Crew, die vor seinen Augen ertrank.
 
In den ausgebrannten Büroräumen des Anwalts Horatio Jerome sperrt Eve ein altes Tresorfach auf, in dem sie einen versiegelten Brief für Nathaniel Drablow entdeckt – der vor vielen Jahren ertrank.
 
Auf dem Weg nach Draußen trifft sie auf Jacob (Ned Dennehy), den blinden Einsiedler, dem sie schon bei ihrer Ankunft in Crythin Gifford begegnete. Er attackiert sie und versucht sie daran zu hindern, wieder zum Eel Marsh House zurückzukehren. Nach einer handgreiflichen Auseinandersetzung gelingt es Eve zu entkommen. Auf dem Weg zurück liest sie den Brief an Nathaniel. Darin gesteht ihm Jennet Humfrye, dass sie seine Mutter ist. Doch der Junge starb kurz, nachdem die Nachricht verfasst worden war. Nie sollte er sie erhalten und die Wahrheit erfahren.
 
Zurück im Eel Marsh House muss Eve feststellen, dass eines der Kinder nur knapp dem Tod entkommen ist. In Eve schwelt der Verdacht, dass die mysteriöse Frau in Schwarz etwas damit zu tun hat. Sie appelliert an Jean, das Haus unverzüglich zu verlassen, bevor noch eines der Kinder verschwindet und ums Leben kommt. Aber Jean weigert sich.
 
Bei einem weiteren Bombenalarm suchen die Bewohner im Keller Zuflucht. Nur Joyce, das Mädchen, das am Tage beinah erwürgt wurde, nachdem sie in eine mysteriöse Trance gefallen war, ist plötzlich verschwunden. Panisch vor Angst machen sich Eve und Jean auf die Suche nach ihr, aber diesmal hat die Frau in Schwarz triumphiert: Das Mädchen erstickt in einer Gasmaske. Im Morgengrauen bei Ebbe bittet Eve Harry, sie alle aus dem Haus zu bringen – in die Sicherheit seines Flugfelds.
 
Bei ihrer Ankunft stellt sich heraus, dass das Flugfeld mit Flieger-Attrappen vollgestellt ist, mit denen die Nazi-Bomber hereingelegt werden sollen. Nachdem Harry als Leutnant versagte, wurde er dazu degradiert, hier seinen Dienst zu leisten. Eve, Harry, Jean und die Kinder suchen im Bunker des Flugfelds Zuflucht. Doch auch hier finden sie sich in einer angespannten Lage, die sich immer weiter zuspitzt – bis schließlich die Frau in Schwarz erscheint.
 
 
Eve wird bewusstlos geschlagen, Edward läuft davon – Harry versucht ihn vergeblich zu stoppen. Der Junge fällt in eine riesige Feuerstelle, offenbar ein weiteres Opfer der Frau in Schwarz. Eve ist sich jedoch sicher, dass Edward noch am Leben ist, und kehrt allein ins Eel Marsh House zurück, um nach ihm zu suchen. Nach einer Katz-und-Maus-Jagd mit der Frau in Schwarz sieht sie vom Fenster des Kinderzimmers, wie Edward vom Damm aus langsam ins Wasser der Marsch hineinwatet. Eve stürzt dorthin, taucht ins Wasser und versucht verzweifelt Edward zu retten, während ihn das geisterhafte Wesen, die Frau in Schwarz, herunterzuziehen versucht. In diesem Moment kehrt Harry zurück, springt in die Fluten und versucht Eve und Edward zu retten…
 
 
Die Rückkehr ins Eel Marsh House 
 
DIE FRAU IN SCHWARZ erwacht von neuem
 
2012 machten Talisman und Hammer aus dem Bestsellerroman und Bühnenhit „Die Frau in Schwarz“ einen weltweiten Kinoerfolg. „Für Hammer war das eine aufregende Chance, denn wir wollten verschiedene Arten von Horror machen,” so Simon Oakes, CEO und Präsident von Hammer. „Wir sahen die großartige Gelegenheit, Susan Hills Gespenstergeschichte mit einer modernen Tonalität auf die Leinwand zu bringen.”
 
Hammer, ein Markenname in Sachen Horror, realisierte 2011 mit THE WOMAN IN BLACK (Die Frau in Schwarz) seinen ersten Gespensterfilm. Das legendäre britische Studio, das 1934 gegründet worden war, brachte im Lauf der Jahre eine ganze Reihe enorm erfolgreicher Filme hervor, darunter HORROR OF DRACULA (Dracula, 1958), Frankenstein Created Woman (Frankenstein schuf ein Weib, 1966), One Million Years B.C. (Eine Million Jahre vor unserer Zeit, 1966) und The Vampire Lovers (Gruft der Vampire, 1970).
   
In den letzten Jahren produzierte Hammer den Kritikererfolg Let Me In (Let Me In, 2010) eine Adaption des vielgepriesenen schwedischen Films Låt den rätte komma iN (So finster die Nacht, 2008) mit Chloë Moretz and Kodi Smit-McPhee, bei der Matt Reeves für Buch und Regie verantwortlich zeichnete. Darüber hinaus entstanden Antti Jokinens The Resident (The Resident, 2009) mit der zweifachen Oscar®-Gewinnerin Hilary Swank und der sehr positiv rezensierte WAKE WOOD (Wake Wood, 2008) von Regisseur David Keating sowie The Quiet Ones (The Quiet Ones, 2014) mit Jared Harris und Sam Claflin.
 
Susan Hills im 19. Jahrhundert spielende klassische Geistergeschichte The Woman in Black, die von den grauenerregenden Erlebnisse des Anwalts Arthur Kipps (Daniel Radcliffe) im Geisterhaus Eel Marsh House handelt, funktionierte auch wunderbar auf der großen Leinwand und erzielte weltweit das erstaunliche Boxoffice von über $ 127 Millionen. Allein in England spielte die Produktion £21.5 Millionen ein und wurde damit zum kommerziell erfolgreichsten britischen Horrorfilm aller Zeiten.
 
„Wir waren über diesen Erfolg hoch erfreut”, so Simon Oakes weiter. „Aber für uns war THE WOMAN IN BLACK von Anfang an mehr als nur ein Film und schon vor dem Start hatte ich Susan wegen einer Fortsetzung kontaktiert.” Zwei Monate später präsentierte sie ein Konzept, das den Erzählstrang vierzig Jahre später wieder aufgreift – während des Zweiten Weltkriegs.
 
„Susan nahm die Inspiration für unsere neue Geschichte aus ihrer Erinnerung an die verlassenen Flugfelder in East Anglia,” so Produzent Richard Jackson. „So verknüpfte sie die Kriegszeit mit ihrer Vision für THE WOMAN IN BLACK. Wir alle waren von diesem kühnen erzählerischen Schritt begeistert. Einerseits wurden darin Kernelemente wie das Gespenst und der Schauplatz beibehalten, andererseits bewegten wir uns in der Zeit weiter. Wir wählten dann Jon Croker als Drehbuchautor aus, der die neue Geschichte adaptieren sollte, weil er sich von dem Konzept sehr stark angesprochen fühlte.”
 
Jon Croker, der diese wunderbare Idee ausgestalten sollte, hatte beim UK Film Council als Story Editor an THE WOMAN IN BLACK gearbeitet: „Ich hatte das Buch als Teenager gelesen, war mit dem Stück bestens vertraut und war ein großer Fan von Susans Arbeiten, insbesondere dieses Universums.” Er traf die Autorin kurz, um über seine Ideen für die Ausarbeitung ihres Grundkonzepts zu sprechen. „Danach überließ sie es mir, mein eigenes Werk zu schaffen. Hammer zeigte ihr zwar jede Fassung, aber sie hielt sich ganz bewusst draußen. Sie sagte: ‘Das ist jetzt euer Ding. Erfindet weiter, wie es euch gefällt.’”
 
Von Anfang an war klar, dass DIE FRAU IN SCHWARZ 2: ENGEL DES TODES von einer weiblichen Hauptdarstellerin getragen werden sollte – ein gewaltiger Unterschied zur ursprünglichen Geschichte mit ihrem männlichen Helden. „Mit einer Protagonistin bewegst du dich in der Tradition von Horrorfilmen wie THE INNOCENTS (Schloss des Schreckens, 1961), THE OTHERS (The Others, 2001), EL ORFANATO (Das Waisenhaus, 2007) oder Rosemary’s Baby (Rosemaries Baby, 1968),” so Produzent Ben Holden. Hier haben wir Eve, eine junge Lehrerin, die mit einer Gruppe evakuierter Kinder von London ins Eel Marsh House reist, den Hauptschauplatz von Hills Original und der Ruhestätte des bösen Geists, der Frau in Schwarz.
 
Wer Hills Werke nicht kennt, kann sich vielleicht noch an die Hintergrundgeschichte von THE WOMAN IN BLACK erinnern: Die unverheiratete Jennet Humfrye hatte einen Sohn, musste ihn aber ihrer Schwester Alice Drablow nach einem Familienskandal überlassen. Der Junge namens Nathaniel ertrank, während Humfrye hilflos von einem Fenster des Eel Marsh House zusehen musste. Sie beging Selbstmord und kehrte als Rachegeist zurück – „als Manifestation aller negativen Emotionen von Jennet Humfrye”, wie Croker es formuliert.
 
„Am Ende des ersten Films existiert die Frau in Schwarz weiter”, so der Autor. „Sie wird nie verzeihen, nie vergessen. Ich war interessiert, ihr Schicksal weiter zu verfolgen und sie aus einer neuen Perspektive zu betrachten.” Wobei das Drehbuch keine gewaltigen Partien ihrer Hintergrundgeschichte ausgestaltet. „Du darfst das nicht übertreiben; ansonsten riskierst du es, sie zu vermenschlichen, aber sie ist eine Naturgewalt.” Croker versuchte vielmehr die Parallelen zu Eve zu zeichnen. „Es gibt Ähnlichkeiten in der Biografie der beiden, und das fand ich sehr interessant.” 
 
„Wir verbrachten viel Zeit damit, die Mythologie und Mechanismen der Frau in Schwarz zu besprechen,” fügt Tobin Armbrust hinzu. Im ersten Film ist sie zurückhaltender, ihre Bewegungen sind getragener. In diesem Drehbuch wollten wir ihren Bewegungsradius vergrößern. Sie ist schneller, kriecht auch oder berührt Gegenstände. Tom und Jon haben das sehr wirkungsvoll umgesetzt.”
 
Eine von Crokers ersten Ideen war es, dass das Dorf Crythin Gifford, in dem sich das Eel Marsh House befindet, verlassen sein sollte. „Es gibt ein echtes Dorf in Dorset, das im Zweiten Weltkrieg aufgegeben wurde, weil das Verteidigungsministerium Anspruch auf das Grundstück erhob, und dieses Dorf ist perfekt erhalten. Du kannst in die Klassenzimmer gehen, und die Namen der Kinder stehen immer noch auf den Mantelhaken. Niemand ist hier gestorben, aber es ist trotzdem gruselig. Ich entschied, dass Crythin Gifford genauso sein sollte, denn dadurch wird es richtig unheimlich.”
 
Oakes, Holden, Jackson und Armbrust arbeiteten mit Croker bei den frühen Drehbuchfassungen zusammen, dann war es an der Zeit, einen Regisseur dazu zu holen.
 
Tom Harper war die klare und passende Wahl. „Er hat einen sehr eigenen, frischen und authentischen Stil,” so Holden. „Aber bei seinen bisherigen Arbeiten bewies er auch eine große Vielseitigkeit – man nehme nur Fernsehserien wie ‘Misfits’, ‘This Is England’, ‘Peaky Blinders’ (Peaky Blinders – Gangs of Birmingham) oder seinen Film The Scouting Book For Boys (2009). Das ist eine sehr dynamische Filmografie – er ist sehr produktiv, kann exzellent mit Schauspielern umgehen und ist dank seiner umfangreichen Erfahrungen in seinem Handwerk überaus versiert.”
 
Oakes vergleicht ihn mit James Watkins, dem Regisseur von THE WOMAN IN BLACK. „Wie Watkins besitzt er eine scharfe Intelligenz und weiß genau, was er will. Das Letzte, was du willst, ist ein Regisseur, der sich nicht sicher ist. Tom ist eine absolut autarke Persönlichkeit, und wir wollten jemand, der so eigenständig agierte. Seine Einstellung war nicht ‘Ich drehe eine Fortsetzung’, sondern ‘Ich mache einen neuen Film.’”
 
„Wir hatten mit James bei der Arbeit am ersten Film tolle Erfahrungen gemacht,” so Jackson. „Er wusste genau, was er auf der Leinwand zeigen wollte, und er verstand es, seine Vision mit genauso großer Präzision umzusetzen. Als Tom kam, um mit uns die Geschichte und Idee des neuen Films zu besprechen, ergriff er sofort die Initiative, und er arbeitete auf seine individuelle Weise, aber mit derselben Präzision daran, sein gewünschtes Resultat zu erreichen. Das war faszinierend zu beobachten.”
 
Harper gibt zu, dass er sich zunächst nicht sicher war: „Ich war ein bisschen skeptisch, eine Fortsetzung zu einem Genre-Film zu drehen, aber als wir das Ganze näher besprachen, war mein Interesse geweckt.” Er und Croker arbeiteten sofort am Drehbuch, Seite für Seite. „Ich versuchte das ganze Potenzial so weit wie möglich auszureizen,” so Croker. „Ist das so gruselig wie möglich? Haben wir so viele furchteinflößende Elemente, wie man sich nur vorstellen kann? Wenn man die Geschichte mal für einen Moment beiseite stellte – was waren die zehn schrecklichsten Dinge, die an diesem Schauplatz passieren konnten?”
 
Am erschreckendsten ist wohl der Umstand, dass die acht evakuierten Kinder direkt im Schlupfwinkel der Frau in Schwarz landen. Wie heißt es doch in dem eindringlichen Gedicht des Films: „Wann sie erscheint, ganz gleich welcher Ort/Gewiss ist eins: Ein Kind findet den Tod.” Nachdem sich auf der Insel Kinder befinden, gibt es mehr Bedrohungsszenarien”, so Harper. „So steht sofort mehr auf dem Spiel. Der Tod eines Kindes ist eine unserer größten Ängste. Im Zentrum steht dabei die Angst vor Verlust, und dabei passt dieses Thema ideal zum Umfeld des Zweiten Weltkriegs. Hier geht es um den Schrecken der Zeit.”
 
 
„Im Film gibt es alle möglichen Schockmomente, übernatürlicher und natürlicher Art,” so Armbrust. Aber die letzten 40 Minuten packen dich an der Kehle und lassen niemals los. Dein Herz stoppt, wenn Eve am Schluss ins Haus zurückkehrt. Das ist der letzte Ort, an dem du dich als Zuschauer zu diesem Zeitpunkt aufhalten willst. Die Spannung ist unglaublich.”
 

ENGEL UND DÄMONEN – Besetzung und Charaktere

 
Nachdem kein Schauspieler des ersten Films mit von der Partie war, hatte die Produktion alle Freiheiten, eine ganz neue Besetzung auszuwählen, angefangen mit der Rolle der Eve. Harper hatte nichts gegen einen Star, aber die Liste der jungen Schauspielerinnen, die einen entsprechenden Namen hatten, war ziemlich begrenzt. Effektiv war es praktisch unmöglich jemand zu finden, der einen ähnlichen Status wie Daniel Radcliffe besaß.
 
„Wir hatten das Privileg, Daniel in seiner ersten großen Filmrolle nach HARRY POTTER besetzen zu können”, so Oakes. „Er war ein entscheidender Faktor für den Erfolg von THE WOMAN IN BLACK. Aber gerade wegen seines außergewöhnlichen Status wollten wir die entgegengesetzte Richtung einschlagen und eine relativ unbekannte Darstellerin für die Hauptrolle unserer Fortsetzung besetzen.”
 
Die Schauspielerin, die schon bald die Aufmerksamkeit der Produktion erweckte, war die RADA-Absolventin Phoebe Fox. Sie hatte mit ihrer Cordelia an der Seite von Jonathan Pryce in einer Inszenierung von Shakespeares „King Lear“ am Londoner Almeida Theater für Aufsehen gesorgt. „Ganz ehrlich, als sie bei uns für die Rolle vorsprach, waren wir hin und weg”, so Holden. „Alle Beteiligten horchten sofort auf und dachten ‘Sie ist was Besonderes und wird es noch sehr weit schaffen.’ Wir waren ganz begeistert von der Tatsache, dass wir eine solche Neuentdeckung besetzen konnten. Sie ist eine erstaunliche Schauspielerin.”
 
„Phoebe besitzt nicht nur ein unverkennbares schauspielerisch Talent,” so Jackson, „sie war auch fest entschlossen, mit harten Drehsituationen zurechtzukommen. So warf sie sich im November nachts ins Meer vor Essex! Damit hielt sie uns alle auf Trab. Ihre Leistung ist wunderbar, sie ist der starke Dreh- und Angelpunkt des Films.”
 
Nicht dass Fox sich so leicht in das Projekt hineingefunden hätte: „Ich fürchte mich leicht. Als ich mit 16 zum ersten Mal The Woman in Black auf der Bühne sah, musste ich die Hand meines Nachbarn halten. Tapfer schaute sie sich die Verfilmung von 2012 zur Vorbereitung an. „Ich schaffte es bis zur Hälfte und dann meinte ich zu meinem Schwager: ‘Den Rest muss ich nicht mehr sehen. Ich hab begriffen, wie das ist. Das Ende spare ich mir.’ Aber er sagte: ‘Nein, wir müssen wissen, wie das alles ausgeht. Also sahen wir uns den ganzen Film an. Und dann hielt es einer meiner Freunde für witzig, mir eine DVD von PARANORMAL ACTIVITY (Paranormal Activity, 2007) mit der Post zu schicken – adressiert an die Frau in Schwarz!”
 
Für Fox ist die Figur der Eve – wie so viele Menschen im Zweiten Weltkrieg – eine Stoikerin. „Du begegnest einer Frau, die eine Fassade aufgebaut hat, um all ihre Aufgewühltheit zu überdecken. Ihre ganze tiefe Traurigkeit und Emotionen brodeln hinter Schloss und Riegel vor sich hin, sind versteckt hinter einem sonnigen, optimistischen Gemüt. Das war für die Zeit damals typisch. – ‘Bleib ruhig und mach weiter. Halt die Ohren steif! – Ja, es gibt einen Krieg, aber das bedeutet nicht, dass das Leben zu Ende ist.’ Im Lauf des Films zerbricht dieses Erscheinungsbild.”
 
Harper war von Fox so begeistert, dass er sie auch für das Politdrama War Book (2014) besetzte, das er vor DIE FRAU IN SCHWARZ 2: ENGEL DES TODES drehte – für die Schauspielerin eine unschätzbar wichtige Erfahrung. „Wir konnten uns gegenseitig auf den Zahn fühlen, bevor wir mit DIE FRAU IN SCHWARZ 2: ENGEL DES TODES anfingen.” Wir fanden heraus, wie wir miteinander arbeiten, wie wir uns beide am Set verhalten. Das war großartig für mich. Ich kam nicht völlig eingeschüchtert zum Dreh, sondern im Gefühl ‘Ich kenne den Regisseur’ – das war sehr beruhigend.”
 
Auch mit Helen McCrory hatte Harper zuvor gedreht – bei der BBC-Serie „Peaky Blinders” (Peaky Blinders – Gangs of Birmingham). „Ich mag die Arbeit mit Tom sehr”, so die Schauspielerin. „Auch unter Druck bleibt er sehr entspannt und geduldig. Er hört seinen Darstellern und seiner Crew zu, fühlt sich nicht bedroht, wenn etwas verändert wird. Und das ist keineswegs selbstverständlich. Es ist ganz erstaunlich, wie manche Regisseure reagieren, weil sie auf den geplanten Einstellungen bestehen. Aber Tom ist sehr wandlungsfähig und flexibel.”
 
Für Harper ist McCrory eine „phänomenale Schauspielerin”, sein Produzent meint, die Rolle wäre für sie maßgeschneidert gewesen. „Helen McCrory als Jean – das ist ein Selbstläufer,” so Holden. „Jean ist eine sehr beeindruckende Figur.” Aus seiner Sicht brachten McCrory und Fox eine zeitlose Aura mit, die ideal für diese Rollen geeignet war. „Helen beschwört den Geist von Celia Johnson herauf, und Phoebe den von Ingrid Bergman.”
 
Wie ihre Kollegin ist auch McCrory kein Fan von Horrorfilmen. „Ich kann es nicht verstehen, warum jemand um alles in der Welt zwei Stunden im Dunkeln sitzen und Angst haben will,” lacht sie. Trotzdem war sie von dem „sehr düsteren” Drehbuch fasziniert. „Die ganze Ausgangsidee ist sehr verstörend. Du nimmst Kinder aus dem vom Krieg zerrissenen London, sagst ihnen, sie werden sicher sein, und bringst sie an einen Ort, wo eine ‘Mutter’ nach Kindern sucht. Und die sind die idealen Opfer, weil sie ihrerseits ihre Mütter vermissen.”
 
Sie war besonders von ihrer Figur angetan. „Ich mag Jean. Ich habe einen enormen Respekt vor diesen Frauen. Es ist ziemlich leicht, sich erstmal über sie lustig zu machen. Sie sind dieser ‘Zieh deine Socken hoch’-Typ. Sie ist die Frau eines Brigadegenerals, sie kommt aus einer Militärfamilie, hat zwei Kinder, die als Soldaten dienen. Diese Generation von Frauen haben für ihr Land ihr Leben, ihre Kinder und ihre Männer gegeben. Sie erlaubten sich nicht den Luxus des Zweifels, denn so ließ sich der Krieg nicht gewinnen.”
 
In der Rolle des RAF-Piloten Harry, an dem Eve schon früh Gefallen findet, stieß Jeremy Irvine zur Besetzung. Irvine war der Star von Steven Spielbergs Erstem Weltkrieg-Drama War Horse (Gefährten, 2011) und war zuletzt in The Railway Man (The Railway Man, 2013) zu sehen, in dem er – nach einer wahren Geschichte – den jungen Eric Lomax spielte, einen Kriegsgefangenen der Japaner, der später einen seiner Häscher zur Rede stellen will. Passenderweise las Irvine Crokers Drehbuch zum ersten Mal im Flugzeug. „Als ich es beendet hatte, hatte ich eine Gänsehaut. Eine Woche lang ging es mir nicht mehr aus dem Kopf.”  
 
„Ich bewundere Jeremy seit langem, und wir alle fanden, dass er dank seines natürlichen Charismas eine attraktive Leinwandpräsenz besitzt. Daher hatten wir auch das Gefühl, dass die Kombination von Jerry und Phoebe sehr überzeugend sein würde”, so Oakes.
 
Irvine, der in East Anglia aufwuchs, fuhr als Kind ständig mit dem Rad an Luftwaffenstützpunkten aus dem Zweiten Weltkrieg vorbei und sammelt überdies Kriegsmemorabilien. „Das ist der geheime Nerd in mir,” lacht er. Aber genau das überzeugte Harper. „Ich brauchte nur ein paar Sekunden mit ihm zu sprechen und ich wusste, dass er für die Rolle richtig war. Sein Wissen zu dieser Zeit und zu den Piloten, den Flugzeugen, dem Regelwerk war immens. Er war total von der Geschichte fasziniert und es war sofort klar, dass er der richtige Mann für den Job war.”
 
„Jeremy schlüpfte gleich in die Rolle eines jungen Flugoffiziers,” so Jackson. „Ganz leichtfüßig und elegant vermittelte er die Art und Weise, wie die jungen Piloten mit den Anforderungen ihres Kriegsdiensts fertig wurden. Das ist nicht der Kern unserer Geschichte, aber die Atmosphäre im England zu der Zeit war für uns sehr wichtig.”
 
Bei der Auswahl der Kinder arbeitete Harper unermüdlich mit Casterin Julie Harkin und ihrem Team zusammen, die sich Hunderte von Kandidaten anschauten. Die schlussendlich ausgewählten Kinder waren für ihn eine „erstaunliche Gruppe. – Absolute Naturtalente.” Und sie beschworen auch die richtige Atmosphäre herauf. Ich habe den Film umgetauft in „Kinder sind unheimlich”, lacht McCrory. Sobald sie mit ihrem Ringelreihen anfangen, weißt du, dass jemand sterben wird! Aber in Realität war es wunderbar mit ihnen zu arbeiten.
 
„Junge Schauspieler überraschen dich stets”, so Jackson. „Und einige unserer Darsteller haben bereits jetzt eine erschreckend große Filmografie. Für den Großteil der Produktion mussten wir an verschiedene Drehorte reisen, aber sie wurden spielend damit fertig – eben ganz wie junge Profis. Und natürlich konnten sie nicht genug davon bekommen, die gruseligsten Szenen zu spielen.”
 
Für die Schlüsselrolle des Edward, des kleinen Jungen, der nach dem Tod seiner Mutter zu sprechen aufhört, suchte sich Harper den britischen Schauspieler Oaklee Pendergast, der sein Können als Filmdarsteller schon in dem Tsunami-Drama THE IMPOSSIBLE (The Impossible, 2012) an der Seite von Ewan McGregor und Naomi Watts bewiesen hatte. „Er hat ein magnetisches Aussehen, das deinen Blick unweigerlich anzieht”, so der Regisseur. „Aber gleichzeitig ist es neutral, das heißt, es absorbiert alles, was sich um ihn herum in den Szene abspielt. Für die Rolle war das perfekt.”  
 
Laut Holden war es entscheidend, Edward richtig zu besetzen. „Er ist der Dreh- und Angelpunkt in der Konfrontation zwischen Eve und der Frau in Schwarz. „Er sucht eine Mutter, und hier sind diese zwei Frauen – allerdings eine davon ein Gespenst! – die effektiv nach ihren Söhnen suchen. Er spielt damit eine zentrale Rolle, wohingegen die Kinder im ersten Film eher nur eine Funktion des Plots waren. Diesmal lernen wir sie etwas besser kennen, so dass die Wirkung noch tief greifender ist, wenn die Handlung ins Rollen gerät.”
 

 

Ganz in Schwarz: Die Dreharbeiten

 
 
Gemeinsam mit Kameramann George Steel, mit dem er bereits bei „Peaky Blinders” zusammengearbeitet hatte, wollte Tom Harper unbedingt die Atmosphäre von Susan Hills Originalgeschichte vermitteln. „Landschaft und Geographie waren enorm wichtig. Die Protagonisten auf der Insel mit dem Eel Marsh House sind durch die Flut abgeschnitten, sie leben am Rande des Lands. Die Beschreibung der Landschaft ist so emotional; sie ist entscheidend, um ein Gefühl der Beklemmung zu schaffen, und aus diesem Grund wollte ich mich darauf konzentrieren und sicherstellen, dass wir nichts ausließen.”
 
Als die Entscheidung gefallen war, dass DIE FRAU IN SCHWARZ 2: ENGEL DES TODES ins Eel Marsh House, dem Schauplatz des ersten Films, zurückkehrte, nutzte die Produktion die Gelegenheit, die Drehmotive, die in James Watkins’ Original auftauchten, noch auszubauen. „Unsere Schauplätze sind außergewöhnlich”, so Holden. „Tom entschied sich schon früh, wie die Landschaft aussehen sollte. Und zwar sollte sie sich zum Teil vom ersten Film unterscheiden, denn das Dorf und das Haus lagen gut 40 Jahre im Dornröschenschlaf. Das gab uns den Freiraum, die Schauplätze neu zu interpretieren.”
 
Die Außenansichten des Eel Marsh House wurden beim Cotterstock Home in der Nähe von Oundle, einem Marktflecken in Northamptonshire, gedreht. Harper überlegte kurze Zeit, auch für weitere Aufnahmen dorthin zurückzukehren, aber das im Privatbesitz befindliche Wohnhaus ist so gut erhalten, dass man nur aus bestimmten Blickwinkeln dort drehen konnte. „Eigentlich kannst du nur die Vorderfront drehen, und ich wollte unbedingt die Geographie des Hauses erkunden – die Hinterseite, die Meerseite, so dass das Publikum es vor seinem geistigen Auge zusammenbauen konnte.”
 
Ursprünglich suchte die Produktion nach Häusern am Meer. „Wir fanden viele, die sich ganz hoch im Norden außerhalb unserer Reichweite befanden. Also dachten wir, wir müssten einen Teil des Hauses selbst bauen, es mit Computereffekten realisieren oder zum ursprünglichen Gebäude zurückkehren.” Aber dann entdeckten Harper und sein Team das ehemalige Militärhospital Nocton Hall in Lincolnshire. Ironischerweise hatte Susan Hill ursprünglich überlegt, aus dem Eel Marsh House ein Sanatorium für Kriegsinvalide zu machen, bevor daraus eine Schule für evakuierte Kinder wurde.
 
„Nocton Hall zum ersten Mal zu sehen, war eine wahrhaft gespenstische Erfahrung. Es war leer, baufällig, von Wildwuchs umgeben, aber dem ersten Haus, das wir nutzen, erstaunlich ähnlich – genau das, was wir suchten. Ungeachtet aller Gesundheits- und Sicherheitsbedenken wussten wir, dass das das perfekte Motiv war. Wir mussten nur Tom stoppen, das Innere des Gebäudes zu erkunden – das war unser größtes Problem.”
 
Die Crew kehrte auch zur Osea Island in der Nähe von Maldon in Essex zurück, um die Szenen auf dem Nine Lives Damm zu drehen, der zu dem entlegenen Eel Marsh House führt. „Diesmal verbrachten wir dort mehr Zeit und wir drehten in verschiedenen Bereichen dieser Gegend, um das Gefühl von Verlassenheit, das du unter einem endlosen Himmel spürst, zu bekommen,” so Holden. „Dabei nutzten wir die ganzen Möglichkeiten, die das Marschland um den Damm bietet. Es ist sehr flach, sehr schön und isoliert – Du kannst wirklich spüren, wie einsam und schutzlos diese Charaktere sind. Wenn du dir vorstellst, dort allein eine Nacht zu verbringen, ist das ein absolut furchteinflößendes Gefühl.”
 
Nicht für Jeremy Irvine, wohlgemerkt. Er liebte den Dreh auf dem Damm. „Ich durfte ein Armeemotorrad aus den 40ern fahren, das man gleich nach seiner Herstellung ins Lager gestellt hatte. Erst vor ein paar Jahren wurde es wieder entdeckt, das heißt, es hatte nur 20 Meilen auf dem Tachometer. Ich konnte also mit dieser makellosen, fabrikneuen Maschine  eine Woche lang den Damm rauf und runter fahren – ein Riesenspaß! Ich wünschte, ich könnte sagen, was das für ein stressiger Job war. Aber ich hatte eine echt gute Zeit!”
 
Mit Hilfe von Szenenbildnerin Jacqueline Abrahams The Look of Love (The Look of Love, 2013) versuchte Holden das Publikum wieder in die die Welt des ersten Films zu versetzen. „Wir brachten verschiedene Requisiten aus dem Lager zurück, damit das wie der gleiche Schauplatz wirkt. Auf diese Weise gibt es keinen Bruch, sondern eine absolute Kontinuität, aber gleichzeitig fühlt sich das Ganze erfrischend anders an. Das genau war der richtige Ansatz; die Geschichte bleibt dynamisch und für das Publikum interessant.”
 
Die Unterwasserszenen des Finales, als sich Edward, Eve und Harry im Marschgebiet wiederfinden, wurden in einem riesigen Wassertank in den Pinewood Studios gedreht. Irvine war wiederum begeistert: „Dieser Tank hat die Ausmaße eines Hauses, und du bist da mit deiner Taucherbrille und Atemgerät – das ist ein Moment, wo du etwas tust, zu dem du normalerweise nie die Gelegenheit hast. Ich war noch nie in meinem Leben tauchen. Es war toll, jeden Morgen zur Arbeit zu gehen und zu wissen, dass ich das den ganzen Tag lang machen würde.” Fox dagegen war weniger von der Wassersequenz begeistert. „Ich habe gelernt, dass ich in erster Linie eine Landratte bin,” lacht sie.
 
Der Film wurde bei Temperaturen unter Null im November und Dezember 2013 gedreht. Irvine machte dabei eine überraschende Entdeckung: „Kaum eine Emotion ist so anstrengend zu spielen wie Angst. Die arme Phoebe erwischte es am schlimmsten. Ich hatte dagegen einen ziemlich einfachen Job. Ich sorge für Erleichterung, denn ich spiele die Figur, die daher kommt, um jedem wieder Mut zu machen. Aber Phoebe musste den ganzen Film über in dieser extremen Anspannung verbringen. Sie wurde ganz schön in die Mangel genommen!”
 
 
Zu allem Überfluss liebte es Harper Streiche zu spielen und ihre Nervosität auszunutzen. Sie erinnert sich an eine Kameraprobe: „Es war eine ziemlich unscheinbare Szene – ich öffnete einen Koffer – und die Kameras liefen. Ich glaube, ich dachte gerade an etwas Trauriges, und auf einmal sprang Tom auf mich zu, der sich in einem Durchgang vor mir versteckt hatte. Er erschreckte mich zu Tode. Und alles wurde gefilmt! Alle anderen wussten, dass das passieren würde. Wahrscheinlich landet das auf der DVD.”
 

 

Kapitel und Reime – Ein Mythos geht weiter

 
Während der ganzen Entstehungszeit des Film waren die Filmemacher selbstverständlich bestrebt, den Fans von Buch, Stück und Originalfilm mit DIE FRAU IN SCHWARZ 2: ENGEL DES TODES etwas Neues zu bieten. „Dein Ehrgeiz ist es, den Zuschauern, die für den zweiten Teil zurückkehren, mehr Action und mehr Horror zu geben, aber gleichzeitig zurückhaltend genug zu sein, damit die Spannung nicht verloren geht. Diese Balance zu erreichen, ist knifflig. Du willst den Zuschauern mehr als beim letzten Mal bieten. Gleichzeitig hilft Verknappung, dass der Horror so gut funktioniert – weniger ist mehr.”
 
„Die Frau in Schwarz war einige Zeit inaktiv”, fügt Armbrust hinzu. „Als wir ihre Mythologie weiterentwickelten, analysierten wir ihre Funktion: Sie ist sowohl ein Raubtier (die Kinder sind auf der primärsten Ebene ihre Beute) als auch ein intelligenter Jäger. Sie sucht sich Eve aus, gerade weil die junge Frau mit ihrem eigenen Kind eine so spezielle Erfahrung durchmachte. Das lässt sich mit dem vergleichen, was die Frau in Schwarz im ersten Film mit Arthur Kipps anstellt, der durch den Verlust seiner Frau für den Glauben an das Übernatürliche und das Jenseits empfänglich geworden ist.”
 
Zwangsläufig wird ein Film mit ‘DIE FRAU IN SCHWARZ’ im Titel als Fortsetzung betrachtet werden. Andererseits kehren keine Charaktere aus dem Original zurück. Deshalb handelt es sich laut McCrory „nicht um eine Fortsetzung. Das Haus und die Frau in Schwarz verknüpfen beide Geschichten, aber keine Figur aus der zweiten weiß von der ersten. Es sind zwei komplett verschiedene Filme mit sehr unterschiedlicher Tonalität. Auch das ganze Design ist ganz, ganz anders. Es ist nicht ‘gothic’, sondern naturalistischer.”
 
Fox stimmt dem zu. Sie weist darauf hin, dass das Original stärker stilisiert war: „Unser Film und seine Geschichte fühlen sich ein bisschen moderner an. Nicht dass sich THE WOMAN IN BLACK nur um die Frau in Schwarz und die Geschehnisse im Dorf gedreht hätte, aber unser Film ist mehr eine Charakterstudie. Er handelt zum einen von der Frau in Schwarz und den ganzen Ereignissen im Eel Marsh House, aber zum anderen auch von den Schicksalen der einzelnen Protagonisten. Damit besitzt er ein persönlicheres, menschlicheres Leitthema.”
 
Der Film geht von der Grundidee aus, dass jede Figur einen emotionalen Schmerz in sich trägt, mit dem sie fertig werden muss – ganz ähnlich wie Kipps im ersten Teil, der den Verlust seiner Frau betrauerte. Während Eve mit ihren Schuldgefühlen klarzukommen versucht, weil sie ihr Kind weggegeben hat, leidet Jean daran, dass ihr Ehemann und ihre Kinder im Krieg sind, und Harry wird immer noch von seinem Trauma über den Verlust seiner Bombercrew heimgesucht. „Jeder hat sozusagen sein eigenes Gespenst,” so Irvine. „Wenn du das Horrorelement wegnimmst, hätte die Geschichte immer noch Bestand. Das ist keine Achterbahnfahrt im Vergnügungspark, sondern ein echtes Drama.”
 
Wie soll man den Film dann bezeichnen? „Vielleicht ist er das nächste Kapitel in der Geschichte von der Frau in Schwarz”, überlegt Croker. „Der erste ist mehr Mysterythriller als Horrorgeschichte. Ein Mann kommt in eine unbekannte Stadt, in der seltsame Dinge geschehen, und er muss herausfinden, was los ist. Das hier ist ein bisschen anders. Die Protagonisten landen früher im Haus und die Dinge geraten in Bewegung. Hier geht es mehr um die Frage ‘Wie stoppen wir das?’ – Wir können es stoppen, indem wir herausfinden, was los ist, aber grundsätzlich geschieht hier und jetzt etwas sehr Schlimmes, das aufhören muss.”
 
„Wir können es nicht vermeiden, dass man diesen Film als Fortsetzung betrachtet,” so Oakes. „Aber es ist uns sehr wichtig, dass ihn das Publikum als eigenständiges, individuelles Werk sieht.” Laut Holden hat DIE FRAU IN SCHWARZ 2: ENGEL DES TODES den Geist des Originals zum Teil bewahrt, führt ihn aber in eine neue Richtung: „Wir haben einen anderen Autoren, einen anderen Regisseur, andere Schauspieler, eine andere Epoche und andere Schauplätze. Verstehen Sie mich nicht falsch: Wir haben einen Handlungsstrang mit der Frau in Schwarz, und alles fügt sich zusammen. Aber die Atmosphäre ist anders. Diese Film hat eine unterschiedliche Vision.” Oder wie Fox es formuliert: „Er ist verdammt noch mal um einiges gruseliger.”
 
 
ÜBER HAMMER
 
Das legendäre britische Studio Hammer, das 1934 gegründet worden war, brachte im Lauf der Jahre eine ganze Reihe enorm erfolgreicher Filme hervor, darunter HORROR OF DRACULA (Dracula, 1958), Frankenstein Created Woman (Frankenstein schuf ein Weib, 1966), One Million Years B.C. (Eine Million Jahre vor unserer Zeit, 1966) und The Vampire Lovers (Gruft der Vampire, 1970). 2008 begann das Unternehmen die beliebte globale Marke durch Investitionen in traditionellen und neuen Medien wiederzubeleben.
2010 stieg man – zum ersten Mal seit den 1980ern – wieder in die Filmproduktion ein und brachte den Kritikererfolg Let Me In (Let Me IN, 2010) heraus, eine Adaption des vielgepriesenen schwedischen Films Låt den rätte komma iN (So finster die Nacht, 2008). Matt Reeves zeichnete für Buch und Regie verantwortlich, die Hauptrollen spielten Chloe Moretz und Komi Smit-McPhee.
 
2011 kam Antti Jokinens The Resident (The Resident) mit der zweifachen Oscar®-Gewinnerin Hilary Swank, Jeffrey Dean Morgan und der Hammer-Legende Sir Christopher Lee in die Kinos. Darüber hinaus startete der Kritikererfolg WAKE WOOD (Wake Wood, 2008) von Regisseur David Keating mit Aidan Gillen, Eva Birthistle und Timothy Spall.
 
Im Februar 2012 lief Hammers erster Gespensterfilm THE WOMAN IN BLACK (Die Frau in Schwarz) an. Regie führte James Watkins, Jane Goldman zeichnete für die Adaption von Susan Hills Roman verantwortlich, die Hauptrolle spielte Daniel Radcliffe. Der Film spielte weltweit über $ 127 Millionen ein und wurde damit zu einer der erfolgreichsten unabhängigen Horrorproduktionen aller Zeiten.
 
In Hammers jüngstem Film The Quiet Ones (The Quiet Ones), der im April 2014 startete, spielten Jared Harris und Sam Claflin. Regie führte John Pogue.
 
Jetzt startet DIE FRAU IN SCHWARZ 2: ENGEL DES TODES, eine Fortsetzung der Geschichte der Frau in Schwarz, die 40 Jahre später angesiedelt ist. Die Hauptrollen spielen Jeremy Irvine, Helen McCrory und die Newcomer-Stars Phoebe Fox und Oaklee Pendergast. Regie führte Tom Harper, Jon Croker schrieb das Drehbuch auf Grundlage eines originalen Konzepts von Susan Hill, der Verfasserin von The Woman in Black.
 
Darüber hinaus diversifizierte Hammer seine Strategie und stieg in den letzten Jahren mit dem „Hammer Theatre of Horror” ins Theater ein. Das erste Projekt war eine Inszenierung von „The Turn of the Screw” nach der klassischen Geistergeschichte von Henry James mit Anna Madeley und Gemma Jones, die am Londoner Almeida Theatre bis März 2013 lief.
Im Frühjahr 2011 begründete Hammer eine verlegerische Partnerschaft mit Arrow, einer Tochter der Penguin Random House Group, ins Leben und gründete Hammer Books. Zu den letzten Titeln zählen Helen Dunmores The Greatcoat, Jeanette Wintersons The Daylight Gate, Sophie Hannahs The Orphan Choir, Julie Myersons The Quickening, Joanna Briscoes Touched und Breakfast with the Borgias von Booker Prize-Gewinner DBC Pierre.
Hammer ist auch dabei eine Hammer-Publikumsattraktion zu entwickeln.
 
 
Weitere Informationen zu Hammer finden Sie unter www.hammerfilms.com
 
 
DIE BESETZUNG
 
PHOEBE FOX (Eve Parkins)
Phoebe ist eine junge britische Schauspielerin aus London. 2011 wurde sie bei den Evening Standard Theatre Awards als ‘Bester Newcomer’ nominiert und auf Screen Internationals Liste der ‘Stars of Tomorrow’ aufgeführt. Phoebe war zuletzt an der Seite Mark Strongs in der laut Rezensionen „unvergesslichen” Neuinszenierung von „A View From The Bridge” am Young Vic Theatre zu sehen. Die herausragenden Kritiken für das Stück lobten „die wunderbar spielerische Leistung” (The Guardian) Phoebes in ihrer Rolle als Eddie Carbones Nichte Catherine.
Phoebe drehte 2014 den BBC-Dreiteiler „Life in Squares”, für das die BAFTA-nominierte Amanda Coe das Drehbuch schrieb. In diesem emotionalen Drama über Bloomsbury, eine kulturrevolutionäre Gruppe Anfang des 20. Jahrhunderts, spielte sie Victoria Woolfs Schwester Vanessa Bell. Im Fernsehen war Phoebe zuletzt an der Seite von Tom Hollander in dem BBC-Drama „A Poet in New York” (2014) zu sehen. Das von BAFTA-Gewinner  Aisling Walsh im Jahr 2014 inszenierte TV-Movie widmete sich den letzten Tagen des großen Dichters Dylan Thomas. Phoebe war zudem als Herzogin von Savoy in der BBC-Hitserie „The Musketeers” zu sehen. Weitere Fernsehrollen spielte sie in den Serien „New Tricks”, „Switch”, „Coming Up” und „Black Mirror” von Channel Four.
Sie wird 2015 auch neben Helen Mirren und Aaron Paul in dem Thriller Eye In The Sky zu sehen sein, der in der Welt der Drohnenkriegführung spielt. Ihre Filmografie umfasst außerdem Tom Harpers WAR BOOK (2014) und ONE DAY (Zwei an einem Tag, 2011).
Phoebe ist auch für ihre Bühnenrollen bekannt. 2012 spielte sie am Almeida eine „erfrischend draufgängerische” (The Guardian) Cordelia in „King Lear”. Darüber hinaus war sie als Anne in „There is War” am National zu sehen – „There Is a War” war eine von drei Inszenierungen – neben „As You Like It” am Rose Theatre und „The Acid Test” am Royal Court Theatre, für die Phoebe 2011 bei den Evening Standard Theatre Awards für den Milton Shulman Award als ‘herausragender Newcomer’ nominiert wurde.
 
 
JEREMY IRVINE (Harry Burnstow)
Jeremy Irvine gab sein Kinodebüt in Steven Spielbergs War Horse (Gefährten, 2011), wo er die Rolle des Albert spielte, eines jungen Mannes, der in Frankreich nach seinem Pferd Joey sucht, das für den Kampfeinsatz im Ersten Weltkrieg requiriert worden ist. Bei den Golden Globes und Oscars® 2012 erhielt die Produktion eine Nominierung als ‘Bester Film’.
Zuletzt war Irvine neben Colin Firth und Nicole Kidman in der Weinstein Company-Produktion THE RAILWAY MAN (The Railway Man, 2013) zu sehen. Der Film nach einer wahren Geschichte handelt von dem britischen Offizier Eric Lomax (gespielt von Irvine), der als Kriegsgefangener in einem japanischen Arbeitslager gequält wurde und nach Jahren die Konfrontation mit einem seiner Häscher sucht. Überdies war er in GREAT EXPECTATIONS (Große Erwartungen, 2012) von BBC Films in der Rolle des Pip zu sehen. Mike Newells Adaption des Romanklassikers von Charles Dickens, in der auch Ralph Fiennes und Helena Bonham Carter mitwirkten, war der Abschlussfilm des 56. BFI London Film Festival und feierte ihre Premiere 2012 beim Filmfestival von Toronto Premiere.
Im selben Jahr spielte Irvine neben Dakota Fanning in Now is Good (Now Is Good – Jeder Moment zählt), der Geschichte eines jungen todkranken Teenagers, die sich entschließt, ihr Leben im Schnellvorlauf zu leben. Der von Ol Parker inszenierte Film basiert auf Jenny Downhams Roman Before I Die.
2014 stand Irvine für Roland Emmerichs Stonewall vor der Kamera, in dem auch Jonathan Rhys Meyers, Ron Perlman und Joey King mitwirkten. Der Film schildert die realen Ereignisse der Stonewall Riots von 1969, als die New Yorker Polizei eine Razzia in der Schwulenbar Stonewall Inn in Greenwich Village durchführte. Prompt schlugen die Stammgäste zurück, was letztlich zum Auslöser für die Schwulenbewegung wurde.
Im letzten Jahr beendete Irvine auch den Dreh von Scott Hicks Fallen mit Addison Timlin und Joely Richardson. Die Geschichte verfolgt das Schicksal eines Mädchens, das nach einer Therapie in einer Besserungsanstalt landet, wo sie sich zu einem Mitschüler hingezogen fühlt. Der entpuppt sich wiederum als Engel, der sie schon seit Tausenden von Jahren liebt. Ebenso drehte er The World Made Straight mit Haley Joel Osment und Minka Kelly ab, in dem eine Gemeinde in den Appalachen von der düsteren Vergangenheit eines Bürgerkriegsmassakers heimgesucht wird.
Irvine stand zudem neben Michael Douglas (der auch als Produzent fungierte) für den Thriller The Reach vor der Kamera. Der von Jean-Baptiste Leonetti inszenierte Film erzählt von einem Jagdfanatiker, gespielt von Douglas, der für einen Trip durch die Wüste einen Führer (Irvine) anheuert. Die Dinge spitzen sich zu, als der Jäger seinen Führer gnadenlos zu quälen beginnt und ihn mitten in der Wüste mentalen und körperlichen Härtetests unterzieht. Irvine studierte ein Jahr an der London Academy of Music and Dramatic Art und war in verschiedenen Bühneninszenierungen zu sehen, darunter „Dunsinae”, einem „Macbeth”-Update der Royal Shakespeare Company. Derzeit lebt er in London.
 
 
OAKLEE PENDERGAST (Edward)
Oaklee spielte in THE IMPOSSIBLE (The Impossible, 2012) die Rolle des Simon, des jüngsten Sohns der Charaktere von Naomi Watts and Ewan McGregor, und drehte danach den viel gepriesenen Horrorfilm WER (Wer – Das Biest in dir, 2013). Schon früh besuchte Oaklee die Sylvia Young Theatre School und trat in einigen der beliebtesten britischen TV-Serien auf. 
 
 
HELEN MCCRORY (Jean Hogg)
Die vielfach ausgezeichnete Darstellerin trat in einer ganzen Bandbreite von Bühnenrollen auf. Am Donmar Warehouse arbeitete sie intensiv mit Sam Mendes zusammen, für den sie Hauptrollen in „How I Learnt To Drive”, „Old Times” (Regie: Roger Michell) und Mendes Abschieds-Doppelinszierung „Twelfth Night” und „Uncle Vanya” spielte. Zu ihren wichtigen Theaterrollen zählen überdies „As You Like It” (2005), ein großer Hit im Westend, der ihr 2006 eine Nominierung für den Olivier Award sowie für die Auszeichnung als beste Schauspielerin bei den Theatregoer Choice Awards einbrachte, Ibsens Meisterwerk „Rosmersholm” (2008) sowie „The Late Middle Classes” und „Last Of The Haussmans” am the National mit Julie Walters und Rory Kinnear. Unlängst spielte sie die Titelrolle der „Medea” am National, für die sie glänzende Kritiken bekam. Gleichzeitig erhielt Helen viel Kritikerlob für ihre Fernseharbeit. Sie spielte in Peter Morgans Miniserie „The Jury” (2002) und gewann die Auszeichnung als beste Schauspielerin des Critics Circle für die Channel 4-Serie „North Square”, nachdem sie zuvor für ihre darstellerische Leistung in der Serie „Fragile Heart” nominiert worden war. Zu ihren weiteren TV-Arbeiten zählen „Street Life” (1995), „Lucky Jim” (2003), „Dead Gorgeous” (2002), „Split Second” (1999), „The Entertainer”, „Charles II” (2003), die Anna in „Anna Karenina” (2000) und der Psychothriller „Messiah” (Messias: Die neun Kreise der Hölle”, 2005) mit Ken Stott.
Ihre Vielseitigkeit bewies sie auch in der Rolle von Lady Clare Rendlesham in „We’ll Take Manhattan” (2012), einem TV-Movie für BBC4. Im selben Jahr spielte sie die weibliche Hauptrolle in „Leaving” für ITV sowie 2013 in der Serie „Peaky Blinders” (Peaky Blinders – Gangs of Birmingham) mit Cillian Murphy. 2014 trat sie in Showtimes „Penny Dreadful”, „Inside Number 9” von der BCC und in „Tommy Cooper: Not Like That, Like This” von ITV auf. Im nächsten Jahr wird sie in der zweiten Staffel von „Peaky Blinders” zu sehen sein.
Im Kino wirkte sie in mehreren unabhängigen britischen Produktionen mit, darunter Mike Barkers JAMES GANG (Die James Gang, 1997), Dad Savage (1998) mit Patrick Stuart, Roger Mitchells Enduring Love (Enduring Love, 2004) und Gillian Armstrongs Charlotte Gray (Die Liebe der Charlotte Gray, 2001). Helen arbeitete auch für amerikanische Studioproduktionen wie The Count Of Monte Cristo (2002) Interview With A Vampire (Interview mit einem Vampir, 1994) und Lasse Hallstroms CASANOVA (Casanova, 2005). Exzellente Kritiken erhielt sie für ihre Darstellung der Cherie Blair in Stephen Frears The Queen (Die Queen, 2006) – eine Rolle die sie 2010 in dem TV-Movie „The Special Relationship” an der Seite von Michael Sheen wieder aufnahm. Sie lieh der Figur der Mrs. Bean in Fantastic Mr Fox (Der Fantastische Mr. Fox, 2009) ihre Stimme und übernahm die Rolle der bösen Narcissa Malfoy in drei HARRY POTTER-Filmen (2009-2011). Sie gehörte zur Starbesetzung von Martin Scorseses Hugo (Hugo Cabret, 2011) und trat auch im bislang letzten Bond-Film SKYFALL (James Bond 007 – Skyfall, 2012) auf. 2012 spielte sie die Hauptrolle in Soda Pictures’ Flying Blind. 2014 war sie in Alan Rickmans A Little Chaos an der Seite von Kate Winslet zu sehen.
Kommentiere diesen Post